(Letzer Eintrag: 07.3.2010 (18:49))
(Letzer Eintrag: 28.08.2010)
Westen Freitag 2010.08.27
72 Heiler verkauften Einsprüche

Demonstrationen für den Bau des Kohlekraftwerkes Heil und des Bergwerkes Neu-Monopol in den Jahren 1977 bis 1981.
Während in der überregionalen Presse wegen dieses ersten Sündenfalls einer bundesdeutschen Bürgerinitiative immer etwas Häme und Spott mitschwangen, reagierten die Bergleute in Bergkamen und in der Region mit Wut und massiven Protestaktionen. Das Kraftwerk sollte der Garant für rund 4000 Arbeitsplätze sein, die über Jahrzehnte durch die Stromproduktion gesichert werden. Zwischen dem Bau des Kraftwerks und der Modernisierung des Bergbau-Standorts in Bergkamen-Mitte, ehemals Grimberg ½ später dann Neu-Monopol oder nur noch Monopol, hatte die Ruhrkohle AG ein nicht aufzuhebendes Junktim gesetzt.
Zukunftsfähiges Kraftwerk als üppiges Trostpflaster
Die Idee, die Kohle praktisch vor dem Werkstor ohne große Transportkosten zu verstromen, kam spätestens 1973 innerhalb der damaligen örtlichen IGBE auf. Gerüchte kursierten, die Zeche Monopol in Kamen solle wegen zu magerer Lagerstätten geschlossen werden. Viele hörten damals schon das Totenglöckchen für den Bergbau im östlichen Revier läuten.
Der Stilllegungsbeschluss kam tatsächlich. Er wurde aber auch dank der Unterstützung des SPD-Fraktionsvorsitzenden im Bundestag, Herbert Wehner, umgewandelt. Zwar sollte in Kamen der Deckel auf die Schächte fallen, dafür aber in Bergkamen das modernste und dank der Direktanbindung an das Kraftwerk in Heil über ein Kohletransportband zukunftsfähiges Bergwerk.
Um das Kraftwerk zu verhindern, das auf einem Acker fast direkt vor ihrer Haustür errichtet werden sollte, schlossen sich bereits 1976 rund 200 Heiler Bürger zu einer „Initiative“ zusammen. Diese Gruppe schrumpfte, als es Ende Februar 1977 um den Widerspruch beim Gewerbeaufsichtsamt in Soest gegen die „Teilgenehmigung“ für den Kraftwerksbau ging.
8 Mio. Mark wurden anfangs gefordert
Unmittelbar danach gab es die ersten Gespräche zwischen der Steag, der Bergkamener Verwaltungsspitze und dem Führungstrio der Heiler Initiative. Dabei hätten die Sprecher der Initiative 8 Millionen als Gegenleistung für die Rücknahme der Widersprüche verlangt, klagte damals die Steag.
Der Vertrag wurde am 12. März 1977 unterschrieben. Zahlen sollte das Kraftwerksunternehmen insgesamt 2,5 Millionen DM. Davon sollten 640 000 DM für Infrastrukturmaßnahmen im Stadtteil Heil zur Verfügung gestellt werden.
Verhandelt wurde im kleinen Kreis hinter verschlossenen Türen, doch die Ergebnisse fanden schnell ihren Weg in die Öffentlichkeit. Die Veranstaltungen zum 1. Mai 1977 wurden zu Protestkundgebungen gegen die Bürgerinitiative. Der Monopol-Betriebsrat rief zur Demonstration am 14. Mai 1977 in Heil auf.
Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Heinz Kühn erklärte, dass es falsch sei, seine Gesinnung zu verkaufen. Die juristische Bewertung sah aber ganz anders aus: Der III. Zivilsenat des Bundesgerichtshofs entschied, anders als das Landgericht Dortmund, dass die Heiler Verträge nicht sittenwidrig und deshalb gültig seien.
Über das Ergebnis konnten die Bergkamener Bergleute aber trotzdem zufrieden sein. Am 13. Oktober 1981 gingen das Bergwerk Neu-Monopol und das Kraftwerk in Heil offiziell in Betrieb.
NRZ Samstag 2010.08.28
Kohle-Politik
Mit bekannter Dreistigkeit haben es die RAG-Manager und IGBCE-Funktionäre mit Unterstützung ihrer Politik-Lobby mal wieder geschafft, bei unserer energiepolitisch planlosen Regierung den Erhalt ihrer Posten und Gehälter durchzusetzen. Diese Herren und ihre etwa 22 000 Steinkohle-Restkumpel sind auf weitere Jahre Nutznießer von 1,5 Milliarden Euro Subventionsgeldern jährlich - das sind Jahr für Jahr über 70 000 Euro je Bergmann, die wir Steuerzahler im „Rest der Republik" aufbringen dürfen. Das ist Geld, das anderweitig wirklich sinnvoller angelegt wäre als für die kaum 4% der Primärenergieversorgung , die die deutsche Steinkohle zur angeblichen „Energiesicherheit" beiträgt.
Westen Donnerstag 2010.08.26
Weiter Land unter durch Kanalbau in Aldenrade
Duisburg. Bei etlichen Aldenradern liegen die Nerven blank: Ihre Keller sind in den letzten, regenreichen Wochen mehrfach „abgesoffen“. Die Schuldigen haben die Betroffenen längst ausgemacht.

Bei der Bürgerversammlung klagten Anwohner über die Probleme durch die Kanalbaumaßnahme. Foto: Friedhelm Geinowski/WAZFotoPool
Für sie sind verantwortlich: Die Firma, die seit Monaten eine neue Kanalisation in der Dr.-Hans-Böckler-Straße baut und die Wirtschaftsbetriebe Duisburg, die für die Baustelle verantwortlich sind.
Wie berichtet, wurden die Nebenstraßen, die über Seitenkanäle an die Hauptleitung in der Durchgangsstraße angebunden sind, wegen der Baustelle im Querschnitt auf weniger als die Hälfte verkleinert. Folge: Es gibt bei Starkregen, aber auch bei Dauerregen wie in den letzten Tagen, immer wieder Rückstaus. Dann dringt das Wasser in die Häuser, oder es bleibt oberirdisch stehen und verwandelt Straßen, Kreuzungen, Parkplätze und Hinterhöfe in Seenplatten. Schon vor Wochen beschwerten sich gut 20 Anwohner lautstark bei den Wirtschaftsbetrieben (wir berichteten). Die versprachen Abhilfe - und ließen ein weiteres, provisorisches Abflussrohr legen. Was aber nicht den gewünschten Erfolg brachte. „Siebenmal stand mein Keller mittlerweile bis zu 80 Zentimeter unter Wasser“, schimpft der 73-jährige Folkmar Lepère. Ihm reicht es. Deshalb organisierte er eine weitere Bürgerversammlung, die am Mittwochabend im König-Pavillon am Aldenrader Markt stattfand. Die kleine Kneipe platze aus allen Nähten, die Akustik war schlecht, man verstand sein eigenes Wort nicht - und der Unmut der rund 30 Bürger wurde größer.
Friedlicher Verlauf
Dank Bezirksamtsleiter Reinhold Mettlen nahm die Versammlung, bei der die Wirtschaftsbetriebe Rede und Antwort stehen sollten, einen friedlichen Verlauf. Obwohl die Gemüter recht erhitzt waren. Mettlen holte kurzerhand die Rathausschlüssel und lud die „Hochwasseropfer“ in den großen Sitzungssaal ein. Endlich konnte man sein eigenes Wort verstehen und die quälenden Fragen loswerden: Wer bezahlt für die Schäden? Wann werden die Abflussprobleme gelöst? Müssen wir mit weiteren Überschwemmungen bei Regen rechnen?
Achselzucken und bürokratische Antworten lieferte der abkommandierte Bauleiter der Wirtschaftsbetriebe, Wolfgang Neß. Er war für seinen Kollegen gekommen, der in Urlaub war. Und er war schlecht vorbereitet. Wie sein Kollege vor ein paar Wochen hielt er den Betroffenen vor, keine Vorsorge gegen rückstauendes Abwasser getroffen zu haben. Und unterstellte ihnen, die Informationen, die doch im Vorfeld der Maßnahme per Flugblatt gegeben worden seien, nicht gelesen zu haben. Reinhold Mettlen nahm die Bürger in Schutz: Sie seien nicht informiert worden, stellte er klar. Nur die Anwohner der Dr.-Hans-Böckler-Straße hätten die Infos erhalten.
„Eine Lachnummer“
Laut Abwassersatzung der Stadt muss jeder Hauseigentümer dafür sorgen, dass Rückstauwasser bis zu 20 cm über Straßenniveau abgehalten werde. Eine „Lachnummer“, wie Lepère meint. Die Straßen seien in den letzten Jahrzehnten erhöht worden, die durch Bergschäden abgesackten Häuser stünden heute dagegen wesentlich niedriger als früher.
„Ich kann nachts schon nicht mehr schlafen, wenn es anfängt zu regnen“, sagte Klaus Niski, der sein Haus gerade renoviert. „Weil ich Angst habe, dass wieder Wasser kommt.“ Das kommt inzwischen sogar durch die Kellerwände und schießt über Außentreppen und Rampen in Keller und Tiefgaragen.
Nächste Woche, wenn der Haupt-Bauleiter aus dem Urlaub zurück ist, soll er sich die Schäden und Abwasserleitungen in den Häusern ansehen. Diesen Kompromiss handelte Mettlen mit den Wirtschaftsbetrieben aus. Erst danach wird sich zeigen, wie und ob sich die Probleme lösen lassen.
Westen Donnerstag 2010.08.26
Probleme im Kraftwerk Walsum nehmen kein Ende
Duisburg. Der neue Block 10 im Kraftwerk Walsum wird frühestens Mitte 2011 in Betrieb gehen: Experten fanden weitere 1500 Schweißnähte mit Oberflächenrissen, die nun repariert werden müssen. Beim Probebetrieb im Frühjahr gab es bereits massive Probleme.

Archivbild des Kraftwerkes Walsum. Foto: Hans Blossey
Der neue Kraftwerkblock in Walsum wird nicht vor Mitte nächsten Jahres den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Die Probleme, die im Probebetrieb im Frühjahr dieses Jahres auftraten, sind massiv und machten die Abschaltung nötig.
Wie berichtet, waren nach der erfolgreichen Druckprobe im Sommer 2009 am 30. März dieses Jahres plötzlich Undichtigkeiten an den Kesselrohren entdeckt worden. Bei genauerem Hinschauen stellten Experten fest, dass 1500 der 35 000 Schweißnähte Risse hatten, durch die Dampf austrat. Entstanden sind sie nach Meinung von fünf Materialprüfern durch „Spannungsrisskorrosion“.
Da Risse nicht zugeschweißt werden dürfen, musste der Energielieferant die beschädigten Rohrstücke komplett austauschen. Diese Arbeit sei inzwischen abgeschlossen, berichtet Evonik-Sprecherin Alexandra Boy auf Anfrage der Redaktion. Allerdings, so Boy weiter, sei bei dieser Gelegenheit aufgefallen, dass es 1500 weitere Stellen gebe, die zwar nicht undicht seien, aber „an der Oberfläche mikroskopisch kleine Oberflächenrisse“ aufwiesen. Vorsorglich habe man sich entschieden, auch diese Rohre auszuwechseln. Sie befinden sich wie die bereits reparierten im Hochdruckteil der Anlage, dem Dampferzeuger. Dort wird ein Spezialstahl eingesetzt, der bis zu 603 Grad Temperatur aushalten muss und Drücke bis zu 311 Bar.
Neuer Probebetrieb ab November
Erst nach Abschluss dieser Arbeiten und dem Wiedereinbau des Turbinenläufers („Schaufelräder“) kann der Probebetrieb erneut beginnen. Evonik rechnet damit, dass das Ende November dieses Jahres der Fall sein wird. Zuvor allerdings müssen die reparierten Rohre einer neuen Druckprobe unterzogen werden. Nach und nach sollen dann über den Jahreswechsel bis zum späten Frühjahr alle Komponenten des 790 Megawatt-Steinkohle-Kraftwerkblocks getestet werden. Erst wenn alles tadellos läuft, kann die Anlage unter Volllast in Betrieb gehen und Strom für die Niederösterreichischen Energieversorger EVN produzieren.
Angefahren wird der Block mit Öl, dann wird auf gemahlene Kohle umgestellt, die als feiner Staub in die Brennkammer geblasen wird. Dort entsteht eine Feuerwalze, die für gleichmäßige Temperaturen und hohe Effizienz sorge, so Alexandra Boy. Zu den Reparatur- und Ausfallskosten (die Anlage geht etwa ein Jahr später in Betrieb als geplant) will sich Evonik nicht äußern.
NRZ Dinslaken-Voerde-Hünxe Mittwoch 2010.08.25
1500 Kumpel symbolisch arbeitslos
Der Schachtanlage Walsum drohte die Schließung. Dies nahmen die Kumpels des Bergwerks nach einer außerordentlichen Betriebsversammlung zum Anlass, in einem Demonstrationsmarsch am 25. August 2005 vor die Arbeitsagentur in Hamborn zu ziehen, mit dem Ziel sich symbolisch alsbald arbeitslos zu melden und Kurzarbeit zu beantragen. Der vom Bergamt Moers genehmigte Abbau im L/K 91 war in der Nacht des zurückliegenden Donnerstags ausgelaufen. Und, wenn eine Woche weiter keine keine Entscheidung über den weiteren Kohleabbau im Flöz L/K 91 des Bergwerks Walsum vorliegen sollte, war der Schacht am Ende. Dann fehlten 5 000 der 8 000 Tonnen Tagesförderung. An jenem denkwürdigen Freitagmorgen begrüßte Betriebsratsvorsitzender Michael Hörning 1 500 Kumpel, die Hälfte der gesamten Mannschaft der Zeche, mehr als die vom Stillstand in L/K 91 betroffenen 400 Kumpel. Ratlosigkeit beherrschte die Szene, Verunsicherung und Verzweiflung.
Westen Dienstag 2010.08.24
Turbine für Walsumer Kraftwerk in Reparatur
Duisburg. Eine Spezialwerkstatt wuchtet die Turbine des neuen Blocks 10 des Kraftwerkes Walsum nach. Auch die Reparatur der undichten Schweißnähte in dem Block ist noch nicht abgeschlossen.

Der 181 m hohe Kühlturm vom STEAG EVONIK in Walsum. Foto: Friedhelm Geinowski
Die Reparatur der undichten Schweißnähte im neuen Kraftwerkblock Walsum ist noch nicht abgeschlossen. Außerdem ist die Turbine noch nicht nachgewuchtet.
Wann der neue Walsumer Kraftwerkblock mit der Nummer 10 in Betrieb geht, steht weiter in den Sternen. Immer noch laufen die Reparaturarbeiten. Wie mehrfach berichtet, sind rund 1500 Schweißnähte im 450 Kilometer langen Rohrsystem undicht. Diese Stellen können nicht einfach durch eine weitere Naht abgedichtet werden. Vielmehr müssen die undichten Rohre herausgetrennt und durch neue ersetzt werden.
Ausgebaut wurde im Juli bereits der so genannte „Turbinenläufer“, sprich das Schaufelrad mit der Welle. Das Teil ähnelt einer Flugzeugturbine. Bei Kontrollen im Frühjahr waren Unwuchten aufgefallen, die beseitigt werden sollen, damit im Kraftwerk später wirklich alles „rund“ läuft.
Referenzanlage für neue Kunden
Hitachi als Kraftwerkslieferant habe großes Interesse daran, dass „das Pilotprodukt“ tadellos zum Laufen kommt. Erst recht, weil es am Anfang Probleme gegeben habe, so Dr. Wolfgang Konrad, Verantwortlicher bei Evonik-Industries für Neubauprojekte. Für Hitachi gebe es noch einen Grund, ordentliche Arbeit abzuliefern: Man brache eine Referenzanlage für neue Kunden.
Evonik indes braucht Top-Qualität: „Wir müssen zuverlässig Strom liefern“, sagt Konrad. Sonst könnten die Kunden ja gleich zu einem Windstromerzeuger gehen. Da wisse man, dass man nicht immer die gleiche Menge Strom erhalte: „Mal ist Wind, mal nicht.“
Seit rund 50 Jahren sind Steinkohle-Kraftwerke bereits bei Evonik, bez. dem Vorgänger-Unternehmen Steag in Betrieb. Allerdings seien sie technisch immer wieder auf einen höheren Stand gebracht worden, sagt Konrad. Dabei ging es im Wesentlichen um Wirtschaftlichkeit. Eine ebenso lange Laufzeit soll der neue Kraftwerkblock in Walsum erreichen. So gesehen kostet der verzögerte Start zwar Geld, auf lange Sicht aber dürfte der Verlust wieder eingefahren werden, weil sich die Gesamtlaufzeit der Anlage dadurch nicht verkürzt.
Nicht in einem Stück
Der Turbinenläufer wurde per Schiff zu einer Spezialwerkstatt nach Berlin gebracht, die auf das Nachwuchten solcher Bauteile eingestellt ist und einen entsprechenden „Wuchtbunker“ besitzt. Da der Walsumer Auftrag zwischen andere Aufträge „geschoben“ worden sei, habe die Arbeit nicht in einem Stück erledigt werden können, berichtet Alexandra Boy, Pressesprecherin von Evonik-Industries.
Ab Dienstag, 25. August, würden die Restarbeiten in Berlin durchgeführt, danach werde die Turbine wieder nach Duisburg geschifft. Mitte September soll sie am Kraftwerk eintreffen und dann eingebaut werden. Die erneute Montage soll bis zur Betriebsbereitschaft rund einen Monat dauern.
In Walsum wird in erster Linie Strom für EVN, einen Energieversorger aus Niederösterreich produziert. Ursprünglich war geplant, die Anlage in diesem Jahr in Betrieb zu nehmen, vermutlich verzögert sich der Start durch die unerwarteten Probleme bis ins kommende Jahr.
Die Kraftwerkbetreiber haben nicht nur Freunde: Immer wieder kommt es vor den Toren zu Demonstrationen von Duisburgern und Bürgern aus den Nachbarstädten - wegen befürchteter Lärm- und Abgasbelastungen.
NRZ Mittwoch 2010.08.18
Die Stromfabrik am Rheinstrom
Vor 40 Jahren ging der erste Kraftwerksblock ans Netz, vor 25 Jahren der letzte. Der Kohlehafen kommt „frühestens 2013"
Voerde. Während Evonik Steag in Walsum mit undichten Schweißnähten des neuen Blocks 10 hadert, jährt sich etwa fünf Kilometer nördlich der Start des Voerder Stromfabrik-Komplexes gleich zweifach: 1970, also vor 40 Jahren wurde der Block 1 des Kraftwerks West der Steag in Betrieb genommen, ein Jahr später der Block 2. Zweimal 350 Megawatt gingen ans Netz. Vor 25 Jahren, 1985, folgte die Inbetriebnahme der vorerst letzten Einheit der mit Steinkohle betriebenen Elektrizitätserzeugung, der Block B des Kraftwerks Voerde; drei Jahre zuvor war Block A eingeschaltet worden. Jeweils 710 Megawatt Leistung kamen hinzu, deren Vermarktung sich Steag (75 Prozent) und RWE (25 %) seitdem teilen.
vorerst kein Neubau
Wirklich gefeiert wird wohl keines der beiden Jubiläen. Dafür macht Evonik Steag heutzutage mit einem weiteren Aufreger-Thema von sich reden, der Planung des so genannten „Südhafens" fürdie immer wichtiger werdende Importkohle. Genehmigungstechnisch steckt der Kohlehafen, der längst eine Bürgerinitiative auf den Plan gerufen hat, noch in den Kinderschuhen. Selbst bei Evonik rechnet man „frühestens im Jahr 2013" mit einem Baubeginn.
In weite Ferne gerückt ist hingegen wohl der Neubau eines Kraftwerks auf dem Gelände nördlich der bestehenden Anlagen. Wie Evonik-Sprecherin Dr. Edda Schulze erklärte, „gibt es derzeit keine Planungen zu einem Ersatz" der Uralt-Blöcke West 1 und 2. Dennoch: „Aus technischen Gründen wird Evonik natürlich irgendwann über einen Ersatz dieser Kraft‑
werksleistung nachdenken müssen, um den Standort langfristig zu sichern und in seiner Effizienz weiterzuentwickeln".
Vor mehr als vier Jahrzehnten ging schon die Planung des Kraftwerks West nicht ohne Proteste ab. Doch deutlich mehr „zur Sache" ging es Mitte der 1970-er Jahre, im Vorfeld des Projektes „Kraftwerk Voerde A und B". Eine von Steag und RWE 1975 gegründete Gesellschaft, die vereinte Stromlobby und Politiker bis hinauf in die Bundesregierung trieben die Planungen voran; sie wurden aber durch den Dinslakener Ingenieur Hans Bassfeld, Mitbegründer der „Aktionsgemeinschaft gegen gefährliche Industrieansiedlung" ausgebremst. In mehreren gerichtlichen Instanzen erwirkte er einen Baustopp. Die Richter gaben ihm Recht: Der Ausbau des Kraftwerksgiganten belaste die Umwelt mehr als erlaubt mit giftigem Schwefeldioxid. „Spiegel" und „Die Zeit" berichteten darüber; für Günter Wallraff war es Stoff für sein Buch „Was wollt ihr denn, ihr lebt ja noch".
Erst vor dem Bundesverwaltungsgericht unterlag der auch von Bergarbeitern persönlich angefeindete Umweltschützer Bassfeld 1978. Der Baustopp wurde aufgehoben. Das blieb nicht ohne Folgen für die Bauherren: Die so genannte „Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft" (TA Luft) musste nachgebessert werden. Zumindest ein kleiner Erfolg für den Umweltschutz, der allerdings die Baukosten um600 Millionen auf 1,8 Milliarden Mark hochtrieb. Die neuen Blöcke Voerde A und B wurden mit Rauchgasentschwefelungsanlagen (REA) ausgestattet; die älteren Kraftwerksblöcke West 1 und 2 wurden 1987 nachgerüstet und 1989 auch mit Stickstoffminderungsanlagen versehen.
Nachrüstung Wringt etwas
Dass das auch mehr Strom-Ausstoß bewirken kann, zeigte die Teilerneuerung der REA nebst neuem Kamin in 2005: Damit und durch weitere Maßnahmen konnte die installierte Leistung des Komplexes um 114 auf 2234 Megawatt gesteigert werden. Die nutzbare Stromabgabe liegt bei rund 11 000 Gigawattstunden im Jahr, was den Bedarf von etwa drei Millionen Haushalten deckt. Dafür müssen allerdings fast drei Millionen Tonnen Kohle verfeuert werden.
Die Opposition gegen Strom aus Steinkohle ist ungebrochen. Zuletzt 2007 bescheinigte eine Studie des WWF, dass die Voerder Anlagen zu den „30 dreckigsten in Deutschland" zählen, was den Ausstoß von CO2 angeht.
NRZ Mittwoch 2010.08.18
Kohlehafen frühestens ab 2013
Voerde. Der Bau eines neuen Kraftwerkes in Voerde ist vorerst kein Thema. Das erklärte eine Sprecherin von Evonik Steag. Das heiße aber nicht, dass man nicht irgendwann über einen Ersatz für die 40 Jahre alten Steinkohlekraftwerke West 1 und West 2 nachdenken müsse. Völlig unabhängig davon geht die Planung eines Kohlehafens am Kraftwerk Voerde weiter. Zurzeit läuft das Verfahren zur Änderung des Regionalplanes. Evonik geht davon aus, dass dieses 2011 abgeschlossen sein wird; danach folge das Planfeststellungsverfahren für den so genannten „Südhafen". Die Planfeststellung sei Voraussetzung für einen Baubeginn „frühestens im Jahr 2013". Der Hafen wird für die immer wichtiger werdende Importkohle gebraucht.
NRZ Mittwoch 2010.08.04
Landtag unterstützt Deichverband
Dormagen. In seinem langjährigen Kampf gegen die verheerenden Folgen des Rheinhochwassers und die damit verbundene Ignoranz der Ämter hat der Deichverband Dormagen jetzt das Landesparlament auf seiner Seite. Auf „eklatante Weise" sei gegen Bestimmungen des Planfeststellungsbeschlusses verstoßen worden, ließ der Petitionsausschuss des Landtags die besorgten Anwohner wissen. Beispielsweise habe es beim Deichschutz keine korrosionsgeschützten Verankerungen gegeben.
Die Parlamentarier erwarten nun von der Bezirksregierung Düsseldorf und dem Umweltministerium, die Schadensersatzansprüche des Deichverbands zu unterstützen. Auch diese Behörden trügen „eine erhebliche Mitverantwortung" an jahrelang angeprangerten Mängeln beim Hochwasserschutz, hieß es.
NRZ Dinslaken-Voerde-Hünxe Dienstag 2010.08.03
Mehrums Schützen und ihre Halle

Voerde. Ein bisschen wehmütig, aber voller Tatendrang blickt Gerhard Wehrs, Präsident des BSV Mehrum 1692, auf die alte Schützenhalle, die am Samstagnachmittag ein letztes Mal vor der anstehenden Sanierung zum Treffpunkt der Mitglieder wurde.
Diese wollen gebührend Abschied von den Räumlichkeiten nehmen, in denen sie so manche Stunde verbrachten, so manche Erfolge verzeichneten. Bei Kaffee und Kuchen werden Filme gezeigt, die erst kürzlich im Archiv gesichtet und digitalisiert wurden: Originalaufnahmen vom Bau der Halle, deren Grundstein 1967 gelegt und die seitdem in Eigenleistung Stück für Stück erweitert wurde, sowie von Schützenfesten aus den Jahren 1972 und 1982.
So mancher der Anwesenden war schon am Aufbau der Halle beteiligt. Einer dieser Altgedienten ist Manni Drüten. „Die Menschen waren damals mit so viel Elan bei der Sache“, schwärmt er. Doch auch wenn viele junge Leute sich heute nicht mehr so sehr für den Schützenverein engagieren, wollen Drüten und seine Kameraden noch einmal alles geben, um das Vereinsheim wieder auf Vordermann zu bringen. „Jetzt ist der geeignete Zeitpunkt gekommen“, so Udo Rüß, „würden wir mit der Sanierung weiterhin warten, wäre es vielleicht zu spät und der Nachwuchs verabschiedet sich komplett vom Vereinsleben“. Das aktuelle Durchschnittsalter der Mitglieder liegt zwischen 40 und 50 Jahren. Doch noch existiert eine intakte Jugendgruppe, der in Zukunft ein modernes Vereinsheim geboten werden soll.
Präsident Gerhard Wehrs nennt die Halle liebevoll ein „Schmuckstück“. Doch auch ein solches bleibt von äußeren Einflüssen nicht verschont. Die Folgen des Bergbaus sind auch hier nicht zu übersehen. Zudem wird das Dach, das schon 1967 nicht neu war, sondern von einer Scheune übertragen wurde, immer baufälliger. „Also packen wir es an“, so Wehrs, „es soll schließlich kein Unglück geschehen und die Halle eines Tages über uns zusammenbrechen.“
Der Entschluss zur Sanierung fiel bereits vor drei Jahren, als die ersten Bergbauschäden begutachtet wurden. Da diese jedoch auch noch nach Beendigung des Bergbaus entstehen können, wurde mit der Instandsetzung gewartet. Es mussten viele bürokratische Hürden genommen werden. Zahlreiche Genehmigungsanträge wurden gestellt, beginnend bei der Wasserbehörde Kreis Wesel bis hin zum Kampfmittelräumdienst Düsseldorf. So soll sicher gestellt werden, dass sich keine Granaten aus dem Zweiten Weltkrieg mehr in den Erdschichten des Geländes befinden.
Die äußere Begrenzung der Halle soll möglichst stehen bleiben, um das zurückhaltende Erscheinungsbild in der Landschaft, einem Naturschutzgebiet, zu erhalten. Das Dach mit einer Giebelhöhe von zirka sechs Metern soll erneuert und gedreht werden.
Der Sicherheitsabstand der Schießstände wird erweitert. Der Luftgewehrstand erhält zudem zwei neue Bahnen, da der Trend durch strengere Waffengesetze immer mehr vom Kleinkaliber wegführt. In der letzten Zeit entsprach der Abstand in den Schießständen nicht mehr den sich ständig ändernden Auflagen des Waffengesetzes, so dass keine Wettkämpfe mehr ausgetragen werden konnten. Das soll sich in Zukunft ändern.
Zudem soll die allgemeine Nutzungsrate des Vereinsheimes ansteigen, das schon in der Vergangenheit von den Tambourcorps und anderen Mehrumer Vereinen mitgenutzt wurde. Der Wunsch von Präsident Wehrs: Die Halle wird zum Zentrum des Mehrumer Vereinslebens.
Die Kosten der Sanierung reguliert, soweit sie die Bergbauschäden betreffen, der Bergbau. Nach Angaben der Stadt verbleibt ein Betrag von 119 000 Euro. Davon übernähme der Verein 29 000 Euro in Eigenleistung; 40 000 Euro sollen über Sponsoring finanziert werden. Die Stadt fördert die Maßnahme mit 50 000 Euro, wobei 16 300 Euro in 2011 und 33 700 Euro in 2012 gezahlt würden, wie Sportamtsleiter Henning Kapp gestern auf NRZ-Anfrage erklärte. 2012 soll die Sanierung abgeschlossen sein.
In der Zeit der Sanierung soll der fehlende Platz durch Doppelwettkämpfe mit dem Schützenverein Möllen kompensiert werden. Für Versammlungen haben die Mehrumer Schützen zudem die Nutzung diverser Partyräume zugesichert bekommen. „Das Vereinsleben wird also auch in dieser schwierigen Zeit nicht einschlafen“, so Wehrs.
In diesem Jahr wollen die Schützen noch einiges schaffen. Mobiliar muss abgebaut, sortiert und in Container eingelagert werden. Ende des Jahres soll von dem Vereinsheim nur noch der Kernbau existieren.
NRZ Freitag 2010.07.30
Bahn investiert in die Kohleninsel
Duisburg. Die Deutsche Bahn AG wird bis zum Jahr 2014 rund 19 Millionen Euro in die Erweiterung und Modernisierung der Umschlags- und Lagerkapazitäten auf der Kohleninsel im Duisburger Hafen investieren. Die für den Umschlag von Import-Schüttgütern strategisch günstig gelegene Kohleninsel verfügt derzeit über eine Kapazität von 2,5 Millionen Tonnen pro Jahr. Bis Ende 2014 ist der Ausbau auf 4,5 Millionen Tonnen vorgesehen. Bis dann sollen die Kapazitäten für den Import per Binnenschiff aus dem Hafen Rotterdam sowie für den Umschlag, die Lagerung und die Belieferung der Kohlekraftwerke in Nordrhein-Westfalen nahezu verdoppelt werden.
NRZ Dinslaken-Voerde-Hünxe Montag 2010.07.26
Genehmigung verzögert sich
Voerde/Dinslaken. Das Verfahren zur 66. Änderung des Regionalplans auf dem Gebiet der Stadt Voerde, die erste Voraussetzung für den von der Evonik Steag geplanten Kohlehafen ist, ist ins Stocken geraten.

Der Regionalverband Ruhr (RVR), der die Stellungnahmen, Anregungen und Bedenken zu dem Vorhaben prüft, hat das Unternehmen aufgefordert, weitere Unterlagen vorzulegen. Wie Barbara Klask, Sprecherin des RVR, auf NRZ-Anfrage erklärte, hat sich auf Basis der Bedenken – fast 1400 Schreiben mit Einwänden waren allein bei der in Eppinghoven gegründeten Bürgerinitiative (BI) Kohlehafen bis zur Abgabefrist im Oktober 2009 eingegangen – ein Bedarf an zusätzlichen Informationen ergeben. Diese seien für eine abschließende Beurteilung erforderlich. Welche Informationen es im Einzelnen sind, dazu wollte sich die Behörde mit Verweis darauf, dass es sich um ein „laufendes Verfahren“ handelt, nicht äußern.
Der Bereich, in dem die Evonik-Steag einen eigenen Hafen zum Umschlag und zur Lagerung von Importkohle plant, ist im Regionalplan unter anderem als „Freiraum“ und „regionaler Grünzug“ dargestellt.
Um den Bau der rund zehn Hektar (inklusive Passivlager) großen Anlage realisieren zu können, muss der Regionalplan entsprechend geändert werden.
Auch zur weiteren Zeitschiene im Verfahren machte der RVR keine Angaben. Man warte darauf, dass das Unternehmen die Unterlagen einreiche. „Der Ball liegt jetzt noch bei der Evonik“, so die RVR-Sprecherin. Eine Frist ist dem Konzern nicht gesetzt worden.
Liegen die Informationen vor und hat der RVR die Eingaben fachlich bewertet sowie den Beteiligten die entsprechenden Kommentare zukommen lassen, kann der so genannte Meinungsausgleichstermin stattfinden. Ziel des RVR war es, diesen „reinen Behördentermin“, bei dem die Stellungnahmen erörtert und ein Kompromiss erzielt werden soll, für Mitte dieses Jahres anzuberaumen.
Die Verwaltung des Regionalverbandes Ruhr erarbeitet anschließend eine Beschlussempfehlung, die zunächst in den Fachgremien beraten und über die dann im Regionalrat entschieden wird.
Kölnische Rundschau Freitag 2010.07.23
Bergbau-Beben: BGH lehnt Schmerzensgeld-Klage ab
Wenn aufgrund von Bergbau die Erde erschüttert wird, haben die Betroffenen keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH).
Karlsruhe - Wenn aufgrund von Bergbau die Erde erschüttert wird, haben die Betroffenen keinen Anspruch auf Schmerzensgeld. Das entschied der Bundesgerichtshof (BGH).
Der Ausgleichsanspruch für die Beeinträchtigung von Grundstücken umfasse weder Gesundheitsschäden noch Schmerzensgeld, urteilte der BGH. Das Gericht wies die Klage einer Frau aus dem Saarland ab. In der Nähe ihres Hauses in Schmelz wurde Steinkohle abgebaut. Wegen der Erschütterungen litt die 47-Jährige nach eigenen Angaben unter Schlaflosigkeit und hatte ständig Angst vor weiteren Beben.
Dennoch habe die Klägerin keinen Anspruch auf Schmerzensgeld, entschied der BGH. Der allgemeine Ausgleichsanspruch umfasse nur Wertminderungen eines Grundstücks. Für einen Anspruch auf Schmerzensgeld sei hingegen der Nachweis nötig, dass das Bergbauunternehmen schuldhaft gegen Bestimmungen zum Kohleabbau verstoßen habe.
Westen Donnerstag 2010.07.22
Wut beim Bergwerk West über Kohlepläne
Kamp-Lintfort. Wut, Frust, Entsetzen – es ist ein ganzes Bündel von Gefühlen, das die Kumpel vom Bergwerk West nach dem Donnerschlag aus Brüssel überkommt.

Die EU-Kommission will die Steinkohlezechen schon 2014 schließen, „jetzt geht das Bangen um unsere Arbeitsplätze wieder los“, sagt der Betriebsratsvorsitzende Friedhelm Vogt und fügt hinzu: „Wir werden uns das alles nicht gefallen lassen.“
Vogt sieht die Lage dramatisch. Zwar wird die Kamp-Lintforter Schachtanlage ohnehin Ende 2012 geschlossen, aber: „Alle Personalplanungen sind darauf ausgerichtet, dass bis zum Jahr 2018 drei weitere Zechen Steinkohle fördern und Mitarbeiter vom Bergwerk West aufnehmen. Wenn diese Zechen aber vier Jahre früher schließen, wird alles über den Haufen geworfen. Dann ist dort für meine Kollegen kein Platz mehr und wir müssen alle Verlegungen stoppen.“
Friedhelm Vogt fürchtet, dass in diesem Fall für das Bergwerk West schon vor Ende 2012 das Aus kommen könnte. Und: Den Kumpeln droht dann, was im Bergbau bislang tabu ist – Entlassungen.
Der Betriebsrat sieht jetzt die Bundeskanzlerin gefordert: „Angela Merkel muss sich reinhängen und dafür sorgen, dass unsere Gesetze tatsächlich gelten“, sagt Friedhelm Vogt, der auch Mitglied im Hauptvorstand der Gewerkschaft IG BCE ist. Bedauerlich sei, dass auch der deutsche EU-Kommissar Oettinger die vorzeitige Bergwerksschließung befürwortet.
Dessen Parteifreund, der Neukirchen-Vluyner Europaabgeordnete Karl-Heinz Florenz, ist freilich sicher, dass längst noch nicht das letzte Wort gesprochen ist: „Es handelt sich um einen Vorschlag, über den der Ministerrat – und übrigens nicht wir Parlamentarier – verhandeln und dann entscheiden muss.“ Denkbar sei, dass am Ende 2016 als Ausstiegsjahr stehen wird, so Florenz . Er plädiert allerdings für eine Variante: „Wo bereits freiwillig Ausstiegsszenarien beschlossen sind, sollte man die Beteiligten nicht bestrafen und die Beschlüsse unangetastet lassen.“ Sollte sich diese Option durchsetzen, könnte die RAG bei ihrer bisherigen Personalplanung bis 2018 bleiben.
Karl-Heinz Florenz will freilich nicht auf diejenigen eindreschen, die die Subventionen bereits 2014 beenden wollen: „Der Vorschlag kommt aus der Umweltdirektion der EU. Deren Argument, dass man den hohen CO2-Ausstoß durch Kohleverbrennung nicht auch noch subventionieren kann, ist ja nicht so falsch.“





